Individuelle Gesundheitsleistungen
Ozontherapie
- Die Ozontherapie
- Die Bedeutung des Ozons in der Umwelt
- Die Bedeutung des Ozons in der Medizin
- Indikationen
- Biochemische Wirksamkeitsmodelle
- Die Behandlungsmethoden der Ozontherapie
- Hyperbare oder normobare Ozontherapie?
Biochemische Wirksamkeitsmodelle
Zum Beispiel bei systemischer Anwendung = klassische Ozonolyse, d.h. ionische Reaktion mit den Doppelbindungen essentieller Fettsäuren der Phospholipide von Zellmembranen führt zur Peroxidbildung. Hauptsächlich kurzkettige Peroxide mit hydrophilem Charakter (körpereigene Peroxide sind langkettig und lipophil). Diese kurzkettigen Peroxide haben eine ausgesprochene oxidationskatalytische (d.h. oxidationsanregende) Wirkung.
Durch die Reaktion des Ozons mit ungesättigten Fettsäuren der Erythrozytenmembran gelangen die dadurch gebildeten Peroxide in das Zellinnere des Erythrozyten und beeinflussen seinen Glukosemetabolismus. Die sofort einsetzende Peroxidentgiftung über das Glutathion-System bewirkt eine Ankurbelung des Penthosephosphatweges, um den höheren Bedarf der Redoxsubstanz NADPH zu decken, die zur Rückbildung des Glutathions erforderlich ist. Dies bedeutet gleichzeitig einen verstärkten Zuckerabbau.
Das wichtigste Produkt dieses beschleunigten Glukose-Stoffwechsels ist das im Nebenarm jetzt vermehrt auftretende 2,3-DPG, welches als desoxigenierende Substanz eine Schlüsselsubstanz der Ozonwirkung darstellt. Jede Erhöhung des 2,3-DPG erleichtert die Sauerstoffabgabe durch Verschiebung des HbO2/Hb-Gleichgewichtes in Richtung des desoxigenierten Hämoglobins. Formel: HbO2 + 2,3-DPG = Hb-2,3-DPG + O2.
Aus diesen Untersuchungen ist zusammenfassend folgendes festzustellen:
- Einschleusung kurzkettiger Peroxide in die Zelle
- Beeinflussung des Zellstoffwechsels über das Glutathionssystem
- Erhöhung der Glykolyserate
- Verschiebung des HbO2-Gleichgewichts
- Veränderung der Flexibilität der Erythrozyten (Fließeigenschaften)
- Membranoberflächenladung des Erythrozyten durch Oxidationsvorgänge negativiert, führt zur gegenseitigen Abstoßung, dadurch keine "Geldröllchenbildung", somit größere Erythrozytenoberfläche
- Verbesserung der O2-Transportmechanismen
- Verbesserung der O2-Utilisation durch Beeinflussung der mitochondrialen Atmungskette
- Enzyminduktion
- Enzym- und Immunaktivierung
Peroxidbildung führt zur Enzymaktivierung der am Sauerstoffmetabolismus beteiligten Enzyme wie: Glutathion-Peroxidase, Katalase, Superoxid-Dismutase, die für einen Abbau überschüssig erzeugter Superoxid-Radikale sorgt, ist als Wirksamkeitsmodell des intraartikulär verabreichten Ozons bei entzündlichen Gelenkerkrankungen anzusehen.
Die häufig diskutierte Belastung des Körpers mit "Radikalen" durch die Ozontherapie wird durch diese Untersuchungen der Enzyminduktion ad absurdum geführt. Im Gegenteil, die Enzyminduktion der o.a. Enzyme hilft dem Körper, sich vor Überoxidationen durch Radikale zu schützen.
Aktivierung des Immunsystems durch Induktion von Interleukin-2, Gamma-Interferon und TNF (Tumornekrosefaktor).
Wirksamkeitsmodell des Ozons bei viralen Erkrankungen:
extrazellulär:
Inaktivierung durch Oxidation und Blockierung der Virus-Spikes bzw. der Zellrezeptoren, dadurch Verhinderung der Reaktion "Virus-Spikes"-Zellrezeptor, Abnahme von Infektiösität.intrazellulär:
Einschleusen von Peroxiden in die Zelle, synergistische Wirkung mit dem zellulär gebildeten H2 - O2 Phagozytoseaktivierung, Peroxidintoleranz der Zellen über verstärktes Sauerstoffstressgeschehen, Zerstörung infizierter Zellen.Quelle: Wilfried Fallak MedizinTechnik